11.-12.09.2026 | Villach | Bei den österreichischen Meisterschaften der U16- und U20-Klasse im Villacher Stadion Lind sammelte die U20-Mannschaft des ULC Riverside Mödling neun Medaillen: viermal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze. Die Meistertitel holten Raphael Pöstinger über 110 Meter Hürden in 14,30 Sekunden, Leonie Zoe Haller im Speerwurf mit 50,82 Meter und Klara Dünser über 400 Meter Hürden in 63,83 Sekunden. Den vierten Titel steuerte die weibliche 4x100 Meter Staffel bei, die in 48,71 Sekunden gewann. Über 400 Meter Hürden gab es zudem einen Mödlinger Doppelsieg. Den Bericht zur U16-Klasse findet ihr in einem eigenen Beitrag.
U20 männlich: 1 × Gold, 1 × Silber, 2 × Bronze
Raphael wurde über 110 Meter Hürden seiner Favoritenrolle gerecht. Bereits im Vorlauf war er mit 14,39 Sekunden der Schnellste aller Teilnehmer und gewann seinen Lauf. Im Finale steigerte er sich bei leichtem Gegenwind von 0,2 Meter pro Sekunde auf 14,30 Sekunden. Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten betrug 28 Hundertstelsekunden. Auf seine erst eine Woche zuvor aufgestellte Bestleistung von 14,25 Sekunden fehlten ihm nur fünf Hundertstelsekunden. Am zweiten Tag stand Raphael über 100 Meter im Einsatz. Im Vorlauf qualifizierte er sich in 11,20 Sekunden als Zweiter seines Laufs direkt für das Finale. Dort steigerte er sich auf 11,07 Sekunden und wurde Vierter. Auf Bronze fehlten ihm acht Hundertstelsekunden.
Im Finale über 110 Meter Hürden holte Lucas Gschier Bronze. Schon im Vorlauf war Lucas als Zweiter hinter Raphael ins Ziel gekommen, und zwar in 14,68 Sekunden. Damit verbesserte er seine Bestleistung über die 99,1 Zentimeter hohen U20-Hürden um 36 Hundertstelsekunden. Im Finale lief er 14,84 Sekunden und stand gemeinsam mit Raphael auf dem Podest. Eine weitere persönliche Bestleistung gelang Lucas im Diskuswurf. Die 1,75 Kilogramm schwere Scheibe warf er im zweiten Versuch auf 37,95 Meter und verbesserte seine Bestweite damit um 2,81 Meter. Auch der dritte Versuch lag mit 35,20 Meter über seiner alten Bestmarke. In der Endwertung belegte Lucas Platz sechs.
Raphael und Lucas bildeten gemeinsam mit Lukas Ondrich und Christoph Gruber die 4x100 Meter Staffel. Das Quartett lief in 42,46 Sekunden zu Silber. Auf die siegreiche Staffel fehlten 70 Hundertstelsekunden, der Vorsprung auf Platz drei betrug 94 Hundertstelsekunden. Im Einzel lief Lukas über 100 Meter im Vorlauf 11,39 Sekunden und wurde Vierter seines Laufs. Christoph war über 100 Meter und 200 Meter am Start. Über 100 Meter lief er im Vorlauf 11,58 Sekunden, über 200 Meter wurde er in 23,42 Sekunden Zehnter.
Die zweite Bronzemedaille der U20-Burschen holte Luis Kuttner über 800 Meter. In 2:01,46 Minuten lag er im Ziel 15 Hundertstelsekunden vor dem Viertplatzierten. Auch über 1.500 Meter war Luis ganz knapp an einer Medaille dran. In einem engen Rennen, in dem die ersten vier innerhalb von 1,59 Sekunden lagen, lief er in 4:12,29 Minuten eine Saisonbestleistung und wurde Vierter. Auf Bronze fehlten ihm 39 Hundertstelsekunden.
Zwei fünfte Plätze gab es in den Sprungbewerben. Simon Dorfstetter eröffnete den Dreisprung mit 12,37 Meter bei 0,2 Meter pro Sekunde Rückenwind und verbesserte damit seine Bestleistung um zwölf Zentimeter. Im dritten Versuch sprang Simon sogar 12,49 Meter, allerdings bei zu starkem Rückenwind von 2,4 Meter pro Sekunde, weshalb diese Weite nicht als Bestleistung zählt. Mit ihr belegte er Platz fünf. Benjamin Wildfeuer übersprang im Hochsprung die Einstiegshöhe von 1,70 Meter im ersten und 1,75 Meter im dritten Versuch und wurde ebenfalls Fünfter. Seine Bestleistung liegt bei 1,78 Meter.
Raphael Ralbovsky war über 400 Meter und im Speerwurf im Einsatz. Über 400 Meter wurde er Zweiter seines Zeitlaufs und belegte in 52,17 Sekunden in der Gesamtwertung Platz acht. Im Speerwurf erzielte er seine beste Weite von 44,17 Meter gleich im ersten Versuch. Das waren nur 31 Zentimeter weniger als seine Bestleistung mit dem 800 Gramm schweren Speer. Simon Wildfeuer lief über 800 Meter 2:03,53 Minuten und wurde Siebter, über 1.500 Meter wurde er in 4:29,41 Minuten Achter. Rafael Ramler lief über 200 Meter 23,96 Sekunden. Gemeinsam mit Raphael Ralbovsky, Simon Dorfstetter und Luis bildete Rafael die zweite 4x100 Meter Staffel des ULC, die in 45,76 Sekunden Platz elf belegte.
U20 weiblich: 3 × Gold, 1 × Silber, 1 × Bronze
Leonie setzte im Speerwurf mit dem 600 Gramm schweren Gerät von Beginn an die Bestmarke des Wettkampfs. Bereits ihr erster Wurf auf 46,97 Meter war weiter als die beste Weite aller Konkurrentinnen, und selbst mit ihrem kürzesten Wurf auf 46,57 Meter hätte sie den Titel gewonnen. Im Laufe des Wettkampfs steigerte sich Leonie auf 49,45 Meter im dritten und 50,72 Meter im vierten Versuch. Nach 50,08 Meter im fünften Versuch erzielte sie im sechsten und letzten Durchgang mit 50,82 Meter ihre weiteste Weite. Ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte betrug 9,14 Meter.
Einen Doppelsieg gab es über 400 Meter Hürden, wo beide Mödlingerinnen im selben Zeitlauf antraten. Klara Dünser gewann in 63,83 Sekunden den Meistertitel. Zweite wurde Lea Barbara Kassl in 65,46 Sekunden. Lea, die als Athletin des Jahrgangs 2010 in ihrem ersten U18-Jahr ist, verbesserte ihre persönliche Bestleistung um 77 Hundertstelsekunden und lag ebenso viele Hundertstelsekunden vor der Drittplatzierten. Klara ging außerdem über 400 Meter an den Start und wurde in 60,15 Sekunden Vierte.
Den dritten Titel der weiblichen U20 holte die 4x100 Meter Staffel. Lea, Marlies Wegener, Johanna Thyri und Liliane Lubelan siegten in 48,71 Sekunden. Auf die zweitplatzierte Staffel der UNION St. Pölten hatten sie einen Vorsprung von 17 Hundertstelsekunden, dahinter folgte mit gut eineinhalb Sekunden Abstand die drittplatzierte Staffel.
Liliane holte über 400 Meter zudem eine Einzelmedaille. In 59,45 Sekunden lief sie eine persönliche Bestleistung und wurde Dritte, vier Hundertstelsekunden hinter der Zweitplatzierten. Direkt hinter ihr kam Klara ins Ziel. Auch über 200 Meter verbesserte Liliane ihre Bestleistung. Sie gewann ihren Zeitlauf in 25,90 Sekunden (bisher 26,12 Sekunden), gefolgt von Johanna. Auf Platz drei fehlten ihr in der Gesamtwertung sieben Hundertstelsekunden, sie wurde Vierte. Einen Platz hinter Liliane folgte über 200 Meter Marlies in 26,11 Sekunden. Über 100 Meter qualifizierte sich Marlies im Vorlauf als Zweite ihres Laufs in 12,78 Sekunden für das Finale und wurde dort in 12,84 Sekunden Sechste. Johanna wurde über 200 Meter in 26,41 Sekunden Neunte und lief über 100 Meter im Vorlauf 12,94 Sekunden. Lea kam über 100 Meter im Vorlauf auf 13,03 Sekunden.
Theresa Holzer wurde im Weitsprung Fünfte. Alle sechs Versuche waren gültig und lagen zwischen 5,15 Meter und 5,38 Meter. Den weitesten Sprung setzte sie im letzten Versuch bei Windstille. Damit egalisierte Theresa ihre Saisonbestleistung und blieb nur einen Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestleistung. Auf Platz vier fehlte ihr ebenfalls nur ein Zentimeter. Über 100 Meter lief sie im Zusatzlauf 13,34 Sekunden.
Valentina Strauß lief über 5.000 Meter in 22:38,51 Minuten eine persönliche Bestleistung und wurde Siebte. Vera Stock, wie Lea Jahrgang 2010, belegte über 800 Meter (2:27,81 Minuten) und 1.500 Meter (5:14,93 Minuten) jeweils Platz neun.
Bericht von Raphael Asamer
Fotos von ÖLV/Martina Albel
Bericht (ÖLV, Tag 1) ÖM U16/U20, Villach, 2026
Bericht (ÖLV, Tag 2) ÖM U16/U20, Villach, 2026
Bericht (NÖLV) ÖM U16/U20, Villach, 2026
Fotos (Copyright: ÖLV/Martina Albel), ÖM U16/U20, Villach, 2026
Ergebnis ÖM U16/U20, Villach, 2026