ULC Riverside Mödling, Lea Kassl, Lilia Platzer, Jasmin Ungersböck, Johanna Thyri

04.-05.07.2026 | Rif/Hallein | Bei den Österreichischen Meisterschaften der Klassen U18 und U23 in Hallein/Rif gewann der ULC neun Gold-, fünf Silber- und vier Bronzemedaillen sowie sechs weitere Top-6-Platzierungen. Jasmin Ungersböck und Tabea Schmid holten je dreimal Gold, Lucas Gschier kam auf zwei Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Klara Dünser siegte über die 400 Meter Hürden, wurde zunächst disqualifiziert und nach einem erfolgreichen Protest des ULC wieder in die Wertung aufgenommen und in weiterer Folge als Meisterin geführt. Weitere Details folgen umseitig:

U18 weiblich: 3×Gold, 1×Bronze

Jasmin war die erfolgreichste ULC-Starterin der weiblichen U18. Sie gewann sowohl die 200 Meter in 25,12 Sekunden als auch die 400 Meter in 55,98 Sekunden. Die dritte Goldmedaille holte sie in der 4x100-Meter-Staffel gemeinsam mit Lea Kassl, Johanna Thyri und Lilia Platzer, die in 49,07 Sekunden siegte. In wenigen Tagen startet Jasmin bei der U18-Europameisterschaft im italienischen Grosseto - über dieselben beiden Strecken, auf denen sie nun österreichische Meisterin wurde.
Lea steuerte neben dem Staffelgold auch eine Einzelmedaille bei: Über die 400 Meter Hürden wurde sie in 68,39 Sekunden Dritte. Johanna lief die 100 Meter im Vorlauf in 12,74 Sekunden persönliche Bestzeit und qualifizierte sich damit für das Finale, das sie als Siebte abschloss; über die 200 Meter kam sie mit einer weiteren persönlichen Bestzeit von 26,90 Sekunden auf Platz elf. Lilia sprang im Weitsprung 4,82 Meter und wurde damit 14.
Weitere Resultate lieferten mehrere ULC-Athletinnen der weiblichen U18. Jessica Chiemezie kam über die 100 Meter in einem Feld von 29 Läuferinnen mit 13,79 Sekunden (Saisonbestzeit) auf den letzten Platz und wurde über die 100 Meter Hürden in 16,65 Sekunden 14. Theresa Holzer sprang im Weitsprung mit ihrem zweiten Versuch 5,10 Meter weit und wurde damit Elfte; über die 100 Meter Hürden kam sie in 16,95 Sekunden auf Platz 16. Lilly Mila Revilla-Trübestein landete im Weitsprung, ebenfalls im zweiten Versuch, bei 5,07 Metern und wurde in einem 15 Athletinnen umfassenden Feld Zwölfte. Vera Stock erzielte in beiden ihren Laufbewerben persönliche Bestleistungen: über 800 Meter kam sie in 2:26,41 Minuten auf Platz 15, über 1.500 Meter in 5:08,54 Minuten auf Platz zwölf. Im Kugelstoßen stellte Siena Fröhlich mit 11,28 Metern ihre persönliche Bestleistung ein und wurde damit Siebte; im Stabhochsprung meisterte sie zudem 2,30 Meter im ersten Versuch, ehe sie an der nächsten Höhe scheiterte. Milica Rajkovic warf den Hammer bei ihrem einzigen gültigen Versuch auf 32,47 Meter, eine persönliche Bestleistung, und beendete den Bewerb auf dem zehnten Platz.

U23 weiblich: 4×Gold, 2×Silber, 2×Bronze

Tabea war bei den Frauen der U23 in allen drei Laufbewerben erfolgreich, die sie bestritt. Am Samstag setzte sie sich zunächst über 800 Meter in 2:15,17 Minuten durch, ehe sie am selben Tag auch über 5.000 Meter in 18:22,73 Minuten siegte. Am Sonntag legte sie mit dem Titel über 1.500 Meter in 4:33,46 Minuten nach. Alle drei Rennen liefen für Tabea taktisch geprägt ab - im Vordergrund stand jeweils der Meistertitel, nicht eine schnelle Zeit. Hinter Tabea wurde über 5.000 Meter mit Nicole Bauer eine weitere ULC-Athletin Zweite; sie lief 18:32,66 Minuten.
Klara gewann die 400 Meter Hürden in 61,20 Sekunden - nach der bereits erwähnten Disqualifikation und dem erfolgreichen ULC-Protest. Über die 400 Meter wurde sie zudem in 58,02 Sekunden Vierte.
Selina Müller war mit drei Top-Platzierungen die vielseitigste ULC-Starterin bei den Frauen der U23: Im Weitsprung sprang sie 5,53 Meter (Saisonbestleistung) und wurde damit Dritte, im Speerwurf warf sie 37,80 Meter (ebenfalls Saisonbestleistung) und wurde Zweite, im Kugelstoßen wurde sie mit 11,97 Metern Vierte. Muriel Wohlrab wurde über die 200 Meter mit 24,86 Sekunden Vierte.
Mireille Scherr sicherte sich im Hochsprung in einem Feld von sieben Athletinnen mit 1,60 Metern gemeinsam mit einer Konkurrentin eines anderen Vereins Platz drei, wobei sie ab 1,50 Metern jede Höhe im ersten Versuch übersprang. Über die 100 Meter Hürden kam sie im Vorlauf auf 16,04 Sekunden und belegte in einem Feld von elf Läuferinnen Platz zehn. Ihre Schwester Leticia Scherr musste sowohl die Hürden als auch den Hochsprung vorzeitig beenden. Marlies Wegener wurde über die 100 Meter in 12,38 Sekunden Siebente, Maxima Krause kam in 13,06 Sekunden auf Platz 13 - beide liefen in einem Vorlauffeld von 15 Athletinnen. In der 4x100-Meter-Staffel mit Maxima, Marlies, Klara und Selina kam es wegen eines Wechselfehlers zur Disqualifikation.

U18 männlich: 2×Gold, 3×Silber, 1×Bronze

Lucas war der erfolgreichste ULC-Starter der männlichen U18. Er gewann die 110 Meter Hürden in 13,92 Sekunden vor seinem Vereinskollegen Karem Ahmed, der in 14,53 Sekunden Zweiter wurde. Bei starkem Gegenwind von -2,6 Metern pro Sekunde war Lucas im gesamten Finalfeld der einzige Athlet, der sich gegenüber seiner bisherigen Bestzeit noch steigern konnte.
Über die 100 Meter wurde er im Finale in 10,70 Sekunden, persönliche Bestleistung, Zweiter; damit führt Lucas nun die ewige ULC-U18-Bestenliste über die 100 Meter an - vor Markus Fuchs, dem aktuellen österreichischen Rekordhalter bei den Männern. Über 200 Meter kam er mit 21,87 Sekunden, ebenfalls persönliche Bestzeit, auf Platz zwei. Im Speerwurf sicherte er sich mit 50,77 Metern (persönliche Bestleistung) Bronze, im Stabhochsprung wurde er mit 3,80 Metern Vierter. Seine zweite Goldmedaille holte er in der 4x100-Meter-Staffel gemeinsam mit Rafael Ramler, Raphael Ralbovsky und Simon Dorfstetter, die in 44,06 Sekunden siegte.
Raphael wurde über die 400 Meter Hürden in 57,47 Sekunden Sechster, Simon kam im Dreisprung mit 11,94 Metern auf Platz fünf. Stephan Stelzl egalisierte im Hochsprung mit 1,70 Metern seine persönliche Bestleistung und wurde damit Neunter.
Komplettiert wurde das männliche U18-Aufgebot von den Mittel- und Langstreckenläufern des Vereins. Simon Wildfeuer kam über die 800 Meter in einem 14 Läufer umfassenden Feld mit 2:08,95 Minuten auf Platz zwölf; über die 1.500 Meter steigerte er sich in einem Feld von 21 Läufern auf 4:22,62 Minuten, eine persönliche Bestleistung, und wurde damit Achter. Liam Polak absolvierte dieselben beiden Strecken: über 800 Meter kam er in 2:06,86 Minuten auf Platz neun, über 1.500 Meter in 4:30,90 Minuten auf Platz 19. Tymofii Bobrov ging über die längste Laufdistanz des Wochenendes an den Start und beendete die 3.000 Meter in einem 13 Läufer starken Feld nach 11:26,25 Minuten auf dem 13. Platz.

U23 männlich: keine Medaillen

In der 4x100-Meter-Staffel der Männer U23 kam es für den ULC zu einer Disqualifikation: Die Staffel mit Chinomnso Nnamdi, Raphael Pöstinger, Daniel Seidl und Mateo Car wurde wegen einer falschen Läuferreihenfolge aus der Wertung genommen. Zuvor hatte das Quartett als Dritte die Ziellinie überquert und damit schon für viel Freude gesorgt.
Daniel verbesserte sich über die 200 Meter auf 22,72 Sekunden, persönliche Bestleistung, und wurde damit Siebenter; über die 400 Meter kam er in 50,10 Sekunden ebenfalls auf Platz sieben.
Im Diskuswurf erzielte Mario Muster mit 35,02 Metern eine neue persönliche Bestleistung und wurde damit Siebenter.
Chinomnso erreichte über die 100 Meter das Hauptfinale und wurde dort in 11,17 Sekunden Siebenter; im Vorlauf war er mit 11,15 Sekunden noch Saisonbestzeit gelaufen. Über die 200 Meter kam er auf Platz elf.
Christoph Wenzl ging über die 5.000 Meter an den Start und lief in einem Feld von acht Läufern in 16:42,97 Minuten, ebenfalls eine persönliche Bestleistung, auf Platz sieben. Samuel Szihn sprang im Weitsprung außer Konkurrenz zu 7,34 Metern (Saisonbestleistung) - die Weite gelang ihm dabei erst im letzten seiner sechs Versuche. Im 100-Meter-Extralauf, der nicht in die Meisterschaftswertung einfloss, gewann zudem Mateo in 11,52 Sekunden - ebenfalls eine persönliche Bestleistung.

Bericht von Raphael Asamer
Fotos von ÖLV/@amri.sports (Einleitungsbild), ULC/Christoph Pöstinger (Beitragsbild)

Ergebnis ÖM U18/U23, Rif/Hallein, 2026
Bericht (ÖLV, Tag 1) ÖM U18/U23, Rif/Hallein, 2026
Bericht (ÖLV, Tag 2) ÖM U18/U23, Rif/Hallein, 2026
Fotos (Copyright: ÖLV/@amri.sports) ÖM U18/U23, Rif/Hallein, 2026 

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