ULC Riverside Mödling, Leonie Zoe Haller

14.05.2026 | Kapfenberg | Ein österreichischer Rekord von Anja Dlauhy, ein Sieg von Leonie Zoe Haller mit Weltklasseweite, das U20-WM-Limit von Klara Dünser und ein Podestplatz des Frauenteams: Die Österreichischen Vereine-Meisterschaften der Allgemeinen Klasse brachten dem ULC Riverside Mödling ein außergewöhnlich erfolgreiches Wochenende. Die Details lest ihr nachstehend.

Bei den Meisterschaften am 14. Mai in Kapfenberg präsentierte sich der ULC so mannschaftlich geschlossen wie noch nie. Die Frauen sicherten sich mit 125 Punkten den dritten Platz und standen damit erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte auf einem Podestplatz – zuletzt war dies 2023 mit Rang zwei gelungen. Die Männer untermauerten mit 108 Punkten und Platz vier die breite Stärke des Teams. Diese Kombination aus beiden Mannschaften hat es in dieser Form beim ULC noch nie gegeben.

Das sportliche Ausrufezeichen setzte Anja über 400 Meter Hürden. In 55,82 Sekunden gewann sie nicht nur den Bewerb, sondern stellte zugleich einen österreichischen Rekord der Allgemeinen Klasse auf und löste damit die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2023 ab. Der Rekord ist ein weiterer Höhepunkt einer bislang außergewöhnlich starken Saison. Im selben Rennen lief Klara Dünser in persönlicher Bestleistung von 60,72 Sekunden auf den zweiten Platz und erfüllte dabei das U20-WM-Limit über 400 Meter Hürden. Eine herausragende Weite gelang Leonie im Speerwurf. Mit 52,53 Meter verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung deutlich und gewann den Bewerb. Mit dieser Weite liegt Leonie auf Platz fünf der diesjährigen U20-Weltbestenliste und an der Spitze der U20-Europabestenliste.

Auch im Laufbereich gab es bei den Frauen Edelmetall. Lena Millonig dominierte die 3.000 Meter und siegte in 10:11,06 Minuten mit deutlichem Vorsprung. Über 100 Meter wurde Muriel Wohlrab in 11,97 Sekunden Zweite, Maxima Krause belegte in 12,29 Sekunden Platz vier. Tabea Schmid lief über 1.000 Meter in persönlicher Bestleistung von 2:53,37 Minuten auf den zweiten Platz. Selina Müller sammelte gleich zweimal Edelmetall: Im Weitsprung sprang sie mit 5,37 Meter auf Platz drei, im Kugelstoß stieß sie die Vier-Kilogramm-Kugel mit persönlicher Bestleistung von 12,38 Meter ebenfalls auf den dritten Rang. Den erfolgreichen Tag rundete die 4×100 Meter Staffel mit Maxima Krause, Anja, Muriel Wohlrab und Jasmin Ungersböck ab, die in persönlicher Bestzeit von 45,83 Sekunden gewann. Weitere Frauen-Ergebnisse: Mireille Scherr wurde im Hochsprung mit 1,55 Meter Siebte. Theresa Holzer sprang im Hochsprung 1,50 Meter (Platz acht) und im Weitsprung 5,06 Meter (Platz neun). Lea Vancl belegte im Stabhochsprung mit 2,60 Meter den siebten Platz. Leticia Scherr lief über 100 Meter Hürden in persönlicher Bestleistung von 15,60 Sekunden auf Rang zehn. Johanna Thyri warf den Diskus auf 27,13 Meter (Platz acht). Anna Winter blieb im Hammerwurf ohne gültigen Versuch.

Bei den Männern führte Samuel Szihn das ULC-Aufgebot an. Im Weitsprung gewann er mit 6,98 Meter den Bewerb. Den zweiten Einzelsieg steuerte Lionel-Afan Strasser im Hochsprung bei, der mit 2,00 Meter über alle Höhen hinwegsegelte. Stefan Klefasz wurde über 400 Meter in 48,90 Sekunden Dritter, Daniel Seidl lief in derselben Disziplin in persönlicher Bestleistung von 50,14 Sekunden auf Platz fünf. Über 110 Meter Hürden sicherte sich Raphael Pöstinger in persönlicher Bestleistung von 15,89 Sekunden den zweiten Platz. Karem Ahmed war über 100 Meter mit persönlicher Bestleistung von 10,98 Sekunden der schnellste Mödlinger und wurde Vierter; Christoph Gruber kam in 11,20 Sekunden auf Rang acht. Daniel Muster war zweifach erfolgreich: Im Stabhochsprung wurde er mit 4,00 Meter Dritter, im Kugelstoß stieß er die schwere Sieben-Kilogramm-Kugel in persönlicher Bestleistung von 11,80 Meter auf Platz fünf. Auch die Männerstaffel über 4 × 100 Meter setzte sich durch: Lukas Ondrich, Samuel, Karem und Stefan siegten in persönlicher Bestzeit von 42,26 Sekunden.

Im Sammelpunkt der weiteren Resultate ragten einige persönliche Bestleistungen heraus. Im Speerwurf warf Raphael Ralbovsky als einer der Jüngsten im Feld 44,48 Meter und wurde Siebter, Adam Weiler kam mit 40,04 Meter auf Platz zwölf. Benjamin Wildfeuer stellte im Diskuswurf mit 22,83 Meter eine persönliche Bestleistung auf (Platz 16) und sprang im Hochsprung 1,70 Meter (Platz acht). Über 1.000 Meter lief Masters-Athlet Lukas Meyer in persönlicher Bestleistung von 2:50,38 Minuten (Platz elf). Ohne Bestmarke, aber solide klassiert waren Christoph Wenzl über 3.000 Meter (9:51,53 Minuten, Platz acht), Mario Muster im Diskuswurf (33,61 Meter, Platz zehn) sowie Simon Dorfstetter und Stephan Stelzl im Dreisprung mit 11,88 Meter (Platz elf) beziehungsweise 11,46 Meter (Platz 14); Simon sprang zudem im Weitsprung 5,43 Meter (Platz 18).

Bericht: Raphael Asamer
Fotos: © ÖLV/Alfred Nevsimal

Ergebnisse: https://oelv.athmin.at/event-details.aspx?event=35593&int=&returnTo=L2V2ZW50cy5hc3B4
Bericht: NÖN (Online Ausgabe) vom 18.05.2026

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