Medaillenregen bei NÖM in Stadlau

ULC Riverside Mödling

27.09.2020 | Wien-Stadlau | Für unsere U14-Athletinnen und -Athleten geht es aktuell Schlag auf Schlag. Innerhalb von nur drei Wochen stehen drei wichtige Wettkämpfe auf dem Programm. Nach den österreichischen Mehrkampfmeisterschaften in Amstetten ging es nur eine Woche später nach Stadlau auf die Heimanlage des ATSV OMV Auersthal, wo die Einzellandesmeisterschaften im 60 Meter Hürden-Sprint, im Hochsprung und im Kugelstoß sowie die Staffeltitel über 4x100 Meter und 3x800 Meter vergeben wurden. Mit 2x Gold, 5x Silber und 1x Bronze verlief der Wettkampf im Stadlau äußerst erfreulich. Neben den Medaillen gab es in Stadlau auch wieder eine Fülle an persönlichen Bestleistungen zu bejubeln. Die Details findet ihr umseitig:

U14-männlich: Raphael springt mit pB zum ersten Einzellandesmeistertitel

Für das Ausrufezeichen des Tages sorgte der 13-jährige Raphael Pöstinger, der in seiner Karriere den nächsten Schritt setzte. Im Hochsprung der Jungs stieg Raphi bei 1,30 Meter ins Geschehen ein und unterstrich bei den ersten Versuchen seine ausgezeichnete Form. Alle Höhen bis inkl. 1,45 Meter, was bereits neue pB bedeutete, übersprang Raphi alle Höhen im ersten Versuch. Danach folgte der Angriff auf eine Schallmauer – 1,50 Meter. Nach einem ungültigen Versuch folgte ein blitzsauberer zweiter Versuch. Vor Freude strotzend ließ Raphi es sich nicht nehmen auch die Folgehöhe von 1,53 Meter noch zu überqueren. Mit neun Zentimetern Bestleistung konnte er sich über seinen ersten Einzellandesmeistertitel freuen.
Stark waren auch die Leistungen der nachfolgenden Jungs: Nicolas Pöstinger steigerte seine pB aus der Vorwoche weiter und kam mit übersprungenen 1,35 Meter auf Platz fünf. Knapp an einer Bestleistung vorbeigeschrammt, war Otto Treiber, der mit 1,25 Meter Neunter wurde. Daniel Ratz-Michal, der seinen ersten Wettkampf im ULC-Dress absolvierte, kam auf 1,20 Meter. Er erzielte ebenso eine Bestleistung wie Trainingskollege Xaver Renner, der dieselbe Höhe übersprang. Simon Ritzer folgte auf Platz 15 – ebenfalls mit 1,20 Meter. Nicht 100% zufrieden zeigte sich David Speckner nach 1,15 Meter. Umso größer fiel der Jubel bei Callum Nussbaumer aus, der sich nach der Vorwoche rehabilitierte und mit 1,15 Meter eine deutliche pB sprang. Diese gab es auch für Benjamin Wildfeuer, der auf 1,10 Meter kam.

Solide erste Staffelrennen absolvierten beide Jungs-Staffeln über 4x100 Meter. Die Staffel ULC Riverside Mödling 1 in der Besetzung Daniel, Otto, Raphi und Nicolas überzeugte mit guten Übergaben, auch wenn sie bis dato nur einmal in dieser Konstellation Staffelübergaben trainiert hatten. Die Stadionrunde spulte das Quartett in 54,98 Sekunden, was ihnen den zweiten Platz und die Silbermedaille einbrachte.
Das nominelle 2er-Team mit Callum, Simon, Xaver und David, das im kommenden Jahr – abgesehen von David – nochmals startberechtigt ist, brachte das Staffelholz ebenfalls ohne größere Probleme ins Ziel. Nach 59,54 Sekunden gab es für die zweite ULC-Staffel den vierten Platz.

Den Sprintstaffeln stand die Langstaffeln um nichts nach. Wie in der U14 üblich wurde in Stadlau der Bewerb über 3x800 Meter ausgetragen. Das erste Trio mit Simon, Xaver und Otto traf im letzten Bewerb des Tages auf die favorisierten Jungs vom LC Neufurth, die immerhin den ersten und dritten der Einzellandesmeisterschaft stellten. Simon eröffnete das Renne couragiert und ging das hohe Tempo der Spitze mit. Erst auf den letzten 200 Meter entstand eine kleine Lücke. Nach den ersten 800 Meter übergab die ULC-Staffel auf Platz drei liegend den Staffelstab an Xaver. Dieser schaffte es sogar die Lücke nach vorne weiter zu schließen. Nach weiteren zwei Stadionrunden lag das Trio bereits auf dem zweiten Platz. Nach der Übergabe gab es einen weiteren Führungswechsel. Otto versuchte den Favoriten zu folgen, konnte mit dem hohen Tempo jedoch nicht ganz Schritt halten. Am Ende blieben trotz kämpferischer Leistung knapp 1,5 Sekunden Rückstand übrig. Als Lohn gab es nach 7:49,33 Minuten die Silbermedaille.
Das designierte 2er-Team mit Benni, Callum und Nicolas lief ebenfalls ein solides Rennen. Die Jungs kämpften beherzt um jeden Platz und jede Sekunde. Am Ende verlor Nicolas den Zielsprint knapp. In 8:49,37 Minuten konnte sich das zweite Trio über Platz sechs freuen.

Nicht so ganz klappen wollte es in Stadlau mit den Hürdensprint bzw. im Kugelstoß. Nicolas kam über die Hürden auf 10,07 Sekunden. Otto folgte knapp dahinter in persönlicher Bestzeit von 10,30 Sekunden. Daniel war bei der ersten und zweiten Hürde noch mit Rhythmusproblemen unterwegs, steigerte sich im Rennverlauf und kam auf 10,41 Sekunden. Einen guten Tag erwischte David, der sich in 10,67 Sekunden weiter steigern konnte und erneut eine pB markierte. Xaver (11,14 Sekunden), Callum (11,46 Sekunden), Benjamin (11,48 Sekunden) und Simon nach Faststurz (11,83 Sekunden) bliebn in Stadlau etwas hinter ihren bereits gezeigten Leistungen zurück.
Im Kugelstoß gab es einige Hausrekorde zu bejubeln – auch wenn Spitzenplatzierungen ausblieben. Daniel überzeugte bei seinem allerersten Kugelwettkampf auch in dieser Disziplin sein Talent und wurde 7,85 Meter bester ULCler. Raphael stieß das drei Kilogramm schwere Wurfgerät auf 7,68 Meter. David folgte knapp dahinter mit 7,66 Meter. Otto, der mehr mit ungültigen Versuchen haderte, kam in seiner besten Runde auf 7,52 Meter. Nicolas musste sich mit 7,44 Meter zufriedengeben. Xaver durfte dahinter mit 6,15 Metern über eine neue pB jubeln. Simon (5,40 Meter), Benni (5,23 Meter) und Callum (4,72 Meter) freuten sich über Bestleistungen, hätten jedoch auch gerne noch größere Weiten gezeigt.

U14-weiblich: 3x800 Meter-Staffel dominiert Renngeschehen vom Start bis ins Ziel

Den 3x800 Meter Staffelbewerb bestritten unsere Mädchen als die großen Favoritinnen. Nikola Jörgl eröffnete das Rennen geschickt und setzte sich zu Beginn an Position drei, um Energie zu sparen. Eingangs der zweiten Runde nahm Nikola das Zepter in die Hand und setzte sich an die Spitze des Feldes. Auf der Zielgeraden konnte sie gegen die Müdigkeit ankämpfend noch einige Meter Vorsprung herauslaufen und als Erste an Leonie Zoe Haller übergeben. Leonie lief ein geschicktes Rennen, begann die erste Runde kontrolliert. Auf ihrer Schlussrunde baute sie den Vorsprung bis auf 50 Meter aus. Schlussläuferin Klara Dünser brauchte das Staffelholz eigentlich nur noch ins Ziel bringen. Klara baute den Vorsprung in einem Temporennen aber immer weiter aus. Am Ende sollte der Vorsprung knapp 150 Meter betragen. Nach 7:52,35 Minuten hatte das Trio mehr als 23 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Staffel.
Auch Staffel Nummer zwei mit Mara Müller, Anna-Maria Spiel und Marie Greifeneder zeigte eine ansprechende Leistung. Mara startete stark und übergab nur wenige Meter hinter Nikola. Anna-Maria merkte man die Unerfahrenheit an, wollte sie auf der ersten Runde die Lücke zu Leonie schließen. Auch wenn sie auf der zweiten Runde dafür Tribut zollen musste, lief sie ein blitzsauberes Rennen. Marie komplettierte das Rennen für die Staffel zwei und brachte das Team nach 9:11,25 Minuten auf Platz sechs ins Ziel.

In den drei Einzeldisziplinen, 60 Meter Hürden, Hochsprung und Kugelstoß, gab es jeweils zumindest eine Silbermedaille durch die Mädchen zu bejubeln. Beginnen wollen wir mit dem Kugelstoß, wo es aus Draufgabe zu Silber durch Leonie auch noch Bronze durch Nikola gab. Komplettiert wurde das starke Kugelstoßergebnis durch Angelina Macinkovic, die starke Vierte wurde. Alle drei Mädchen haben ihre Bestleistung deutlich gesteigert. Leonie verbesserte sich um knapp zwei Meter auf 11,75 Meter und forderte die österreichische U16-Meisterin im Diskus- und Hammerwurf bis zum letzten Versuch. Nikola kam mit 10,24 Meter erstmals über die 10-Meter-Marke. Angi stieß die zwei Kilogramm schwere Kugel 9,56 Meter weit. Bestleistungen durften auch Klara (8,35 Meter) als Zehnte, Leonie Trnka (7,62 Meter) als 16., Mara (7,37 Meter) als 19., Maxine Springer (6,92 Meter) als 23., Marie (5,31 Meter) und Anna-Maria (4,54 Meter) bejubeln.

Hoch war die Dichte auch im Hürdensprint der Mädchen. Für die Überraschung des Tages sorgte hier Angi. Wobei die Leistung an sich weniger als Überraschung einzustufen ist. Angi wartete bereits seit einigen Rennen auf einen flüssigen, fehlerfreien Lauf. Dieser gelang ihr erstmals in Amstetten, wo sie mit 9,38 Sekunden ihre alte pB um knapp drei Zehntelsekunden pulverisierte und Silber eroberte.
Klara kam in 9,42 Sekunden bis auf drei Hundertstelsekunden an ihren Hausrekord heran, schrammte aber leider um 0,02 Sekunden an Bronze vorbei. Nikola zeigte sich im Vergleich zu den ÖM auch verbesserte und sprintete in 9,54 Sekunden auf Platz fünf. Leonie erwischte keinen perfekten Lauf und musste sich diesmal mit 9,84 Sekunden zufriedengeben. Mara (10,26 Sekunden) und Maxi (10,54 Sekunden) konnten nach Amstetten bereits wieder neue persönliche Bestleistungen verbuchen. Maxi machte dabei sogar einen großen Schritt nach vorne war sie doch um drei Zehntelsekunden schneller als noch vor einer Woche. Leonie, Anna-Maria und Marie kamen mit niedrigen 11er-Zeiten ins Ziel.

Die letzte Silberne des Tages gewann Leonie im Hochsprung. Von 1,30 Meter bis inkl. 1,45 Meter übersprang die 13-Jährige alle Höhen in ihrem ersten Versuch. Leider wollte es, so wie in Amstetten, mit der Folgehöhe nicht mehr klappen. Ganz knapp scheiterte sie an der pB-Höhe und Schallmauer von 1,50 Meter. Nikola, die 1,35 Meter übersprang, verpasste wie Leonie eine neue pB, zeigte sich aber zuversichtlich, dass es kommende Woche in Schwechat soweit sein wird. Klara durfte nach der pB im Kugelstoß auch über eine pB im Hochsprung jubeln (1,30 Meter). Dieselbe Höhe übersprang auch Mara, die sich mindestens genauso freuen konnte. Angi kam im Sprungbewerb des Tages auf 1,25 Meter. In ihrem Sog sprang Maxi mit 1,20 Meter eine starke neue Bestleistung. Marie und Anna-Maria kamen beide mit 1,10 Meter zu neuen pBs. Nur bei Leonie wollte es mit 1,00 Meter nicht nach Wunsch klappen.

Der einzige Mädchenbewerb des Tages ohne ULC-Medaille war die 4x100 Meter Staffel. Ein Übergabefehler der 1er-Staffel mit Mara, Nikola, Klara und Angi verhinderte dies. Umso erfreulicher war es, dass die deutlich unerfahrenere 2er-Staffel mit Leonie, Leonie, Maxi und Marie das Staffelholz ohne Probleme ins Ziel brachte und nach guten 57,37 Sekunden auf dem vierten Platz landete.

 

Bericht von Raphael Asamer

Fotos von Raphael Asamer

 

Bericht (NÖLV) NÖM U14 Teil 2, Wien-Stadlau, 2020

Ergebnis NÖM U14 Teil 2, Wien-Stadlau, 2020