Schwechat ist ein guter Boden für unsere Jugend

09.06.2019 | Schwechat, Österreich | Viele Mödlinger Athleten und Athletinnen machten sich einerseits zum Erich Straganz sen. Memorial (Robinsoncup, Futurecup und U14-Landesmeisterschaft) und andererseits zum danach stattfindenden internationalen Franz Schuster Memorial nach Schwechat auf den Weg. Erfahrt hier wie es den Athleten ergangen ist …

U10/U12:

Schon traditionell liegen unseren Jüngsten die Schwechater Bewerbe beim Robinsoncup, auf die sie auch gut vorbereitet wurden. Drei Mannschaften in der MEDI-Wertung und eine in der MAXI-Wertung waren am Start. Trainer Otto Krause tüftelte lange an den Mannschaftsaufstellungen, müssen ja einerseits die Jahrgänge wegen der Alterswertung und andererseits auch die Stärken und Schwächen der Kinder und die Geschlechter in jeder Mannschaft gut gemixt werden.

Die Riverside Wolves bestehend aus Sara Bischof, Karem Ahmed, Laurenz Schitter und Simon Wildfeuer verfehlten leider ohne Disziplinensieg und mit vergebenen Chancen im Medizinballstoß um knappe zwei Punkte das Podest und wurden trotzdem gute Vierte bei acht teilnehmenden Mannschaften. Eine positive Überraschung lieferte unser 5er-Team die Riverside Foxes. Die Routiniers Benjamin Wildfeuer, Lukas Ondrich und Lea Kassl zogen die jüngeren Adrian Speckner und Flora Greifeneder (Jg. 2011) zu tollen Leistungen. Sie holten sich sogar den Disziplinensieg im Fahrradwurf und wurden Zweite im Medizinballstoß. Dies reichte in der Gesamtwertung für Platz drei und die Kinder durften voll Freude das Podium besteigen. Marie Greifeneder, als erfahrene Wettkämpferin führte Tobias Adler, Noah Balde (ebenfalls Jg. 2011) und Mara Langer als die Riverside Panthers in den Wettkampf. Und dieses Team holte sich gleich drei von fünf Disziplinen und zeigte nur im Reifenwurf Schwächen. Damit war der Sieg in der MEDI-Wertung aber deutlich und Eltern und Betreuer jubelten über den Sieg. Erfahrene Athleten wurden in der einzigen MAXI-Mannschaft zusammengestellt. Die Riverside Tigers setzten sich aus Lilly Rezny und drei Burschen, nämlich David Calvo, Maximilian Schitter und Simon Ritzer zusammen. Auch diesem Team gelang im Schnurspringen, dem Hindernislauf und im Medinzinballwurf drei Siege und im Liniensprint der zweite Platz. Dass es trotzdem „nur“ zum ex-aequo Sieg reichte lag am schwachen Medinzballstoß, bei dem das Team Letzter wurde. Doch die Freude am geteilten ersten Platz wurde als Riesenerfolg gefeiert und alle Kinder freuten sich über ein Überraschungssackerl mit tollen Kleinigkeiten. Die Kinder fiebern schon dem nächsten Bewerb kommenden Samstag, den 15. Juni, im Amstetten entgegen. In der Gesamtwertung des NÖLV-Robinsoncups konnten wir den zweiten Platz zurückholen, allerdings mit relativ großem Rückstand auf den SVS Schwechat. Anmeldschluss für Amstetten ist Donnerstag, der 13. Juni 2019.    

U14:

U14-Trainerin Karin Rokitte übernahm auch dieses Wochenende die U14-Gruppe beim Erich Straganz Memorial. Einige Bewerbe sowie die Landesmeisterschaft im 60 Meter-Lauf und Speerwurf standen auf dem Programm. Bei den Jungs waren Raphael Pöstinger, Bruno Lindner und Mario Muster am Start. Im 60 Meter-Lauf liefen Raphael und Bruno exakt dieselbe Zeit und teilten sich den 13. Platz. Mario stand als einziger Speerwerfer bei der Landesmeisterschaft am Start. Und er machte es spannend. Mit 27,81 Meter im ersten Versuch lag er in Führung, jedoch ließen ihn zwei ungültige Würfe auf Platz drei zurückfallen. Im letzten Versuch warf Mario aber dann eine tolle pB von 30,81 Meter und sicherte sich den Landesmeistertitel. Im 60 Meter Hürden-Lauf erzielten sowohl Raphael als Sechster als auch Mario als Achter neue pBs. Dazwischen klassierte sich Bruno als Siebter. Im 800 Meter-Lauf der Jungs gingen auch alle drei an den Start und da erzielte wiederum Bruno eine pB mit seiner ersten 800 Meter-Zeit von unter 3 Minuten.

Die Mädchen starteten mit den Hürden und Christina Halla musste sich nur um zwei Hundertstelsekunden geschlagen geben. Nikola Jörgl erzielte als Sechste eine neue pB von 9,73 Sekunden. Neue pBs gab es auch für Geburtstagskind Emilia Varga, Klara Dünser und Carolina Calvo Villalain. Die Landesmeisterschaft  im 60 Meter-Lauf wurde als Vorlauf und Finallauf ausgetragen. Christina konnte sich als einzige mit der zweitschnellsten Vorlaufzeit für das Finale qualifizieren. Nikola als 12., Klara als 14. waren unsere nächstplatzierten Girls. Mit pBs schlossen Carolina als 16., knapp vor Emilia als 17. und Mara Müller als 24. diesen Bewerb ab. Im Finale kam Christina dann nochmal bis auf neun Hundertstelsekunden an Christiane Krifka heran und sicherte sich den Vizelandesmeistertitel über 60 Meter. Vor dem 800 Meter-Lauf machte sich Emilia ein weiteres Geburtstagsgeschenk und fixierte im Weitsprung mit 4,41 Meter ihre dritte pB an diesem Tag. Der 800 Meter-Lauf wurde wieder eine Angelegenheit für Mödling. Im ersten Lauf startete die bekannt starke Ausdauerläuferin Klara und übernahm von Anfang an das Kommando und setzte sich bereits nach 100 Meter deutlich ab. „Fast ein bisschen schnell angegangen“ skandierten die Trainer während der Anfeuerungsrufe, aber Klara hielt das Tempo sensationell durch und lieferte mit einer halben Runde Vorsprung in ihrem ersten U14-Jahr mit 2:33,18 Minuten eine fantastische Bestzeit und holte sich auch den Tagessieg in dieser Disziplin. Mara erzielte ebenfalls pB und wurde Sechste in diesem Lauf. Auch im zweiten Lauf dominierten unsere Mädchen und erzielten durchwegs neue pBs. Christina sicherte sich den Laufsieg in pB von 2:41,03 und wurde Gesamtzweite. Nikola und Carolina belegten mit pBs die Plätze sechs und sieben. Bei Emilia war schon ein wenig die Luft draußen, sie erzielte aber auch noch einmal SB, bevor es zur wohlverdienten Geburtstagsfeier ging.

U16/U18:

Vor dem Bundesländercup nächstes Wochenende wollten einige Athletinnen von Victoria Schreibeis ihre Form überprüfen. Beim international besetzten Meeting waren im 100 Meter-Lauf der weiblichen U16 mit Maxima Krause und Livia Varga gleich zwei A-Finale-Kandidatinnen am Start. Leider wurden bei Selina Müller wieder aktuelle Hüftmuskelprobleme akut und sie musste den Wettkampftag beenden.   
Maxima konnte im Finale bei -1,3 m/s Gegenwind ihren dritten Platz aus den Vorläufen in 12,97 Sekunden bestätigen. Livia kam bei diesem starken Gegenwind nicht ganz an ihre Vorlaufzeit heran und wurde Sechste. Über 80 Meter Hürden der U16 konnte Maxima den zweiten Platz erreichen und die seit Wochen in Höchstform agierende Leonie Bisanz wurde in neuer pB von 12,81 Sekunden Vierte, Livia Siebte. Leonie, die im Hochsprung nicht an ihre zuletzt erzielten Leistungen herankam, schlug aber dann nochmal im Weitsprung zu. Nachdem sie vor zwei Wochen ihren ersten 5-Meter-Satz in St. Pölten absolvierte, steigerte sie sich in Schwechat mit einer tollen Serie im dritten Versuch auf 5,20 Meter und holte sich Platz zwei. Maxima rettete mit Anlaufproblemen im letzten Versuch noch Platz vier mit 4,95 Meter, während sich Livia mit 4,88 Meter immer weiter der 5-Meter-Marke näherte und mit pB Platz sechs erreicht. In der weiblichen U18 sprang Anja Dlauhy im Hochsprung mit 1,62 Meter zu Platz zwei und absolvierte zusätzlich noch die 100 Meter Hürden und den Weitsprung. Kommentar von Anja nach den Bewerben: „Auf ins Badener Strandbad, mir ist heiß“ und so ging für alle ein langer und heißer Wettkampftag zu Ende.

 

Bericht von Otto Krause

Fotos von Bettina Muster, Klaus Ondrich

 

Ergebnis 49. Internationales Franz Schuster Memorial, Schwechat, 2019

Ergebnisse 6. Erich Straganz sen. Memorial, Schwechat, 2019

Zwischenstand NÖLV Robinsoncup 2019 (nach 5 Stationen)

Zwischenstand NÖLV Future-Cup 2019 (nach 7 Stationen)