Lisa Lenhart, Christina Halla, Muriel Wohlrab

(Rif/Hallein, 31.05.2018) Die Entwicklung der U14-Gruppe über die letzten Jahre hinweg ist wahrscheinlich eine einzigartige Story, die es so lange wie möglich zu verlängern gilt. Dass unsere Trainerinnen und Trainer in der Gruppe aus einem chaotischen Haufen (auf keinen Fall böse gemeint) jedes Jahr aufs Neue ein richtig starkes Team formen, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Nach vier unglaublich erfolgreichen Jahren war es auch dieses Jahr wieder ein Ziel die Nachwuchsathletinnen und -athleten bestmöglich in Form zu bringen. Die Details umseitig:

U14 weiblich:

Im letzten Jahr war man wahrscheinlich mit dem stärksten U14-Team aller Zeiten gesegnet. Alle 2004er-Jahrgänge fassen derzeit in der U16 Fuß und entwickeln sich prächtig. Gerade auch deswegen ist die Aufgabe für die 2005er- und 2006er-Jahrgänge diese Fußstapfen auszufüllen riesengroß.
Den Auftakt machten unsere Mädchen im Hochsprung, wo Lisa Lenhart und Muriel Wohlrab, die beide vom ÖLV als Mitfavoriten gehandelt wurden, mit persönlichen Bestleistungen aufzeigen konnten. Lisa kam auf gute 1,36 Meter, Muriel auf 1,32 Meter. Danach folgte mit einer neuen pB von 1,28 Meter Klara Lanzinger. Noch-U12-Athletin Leonie Zoe Haller kam ließ sie nach morgentlicher Nervosität beim Hochsprung nichts anmerken und kam auf gute 1,24 Meter. Etwas hinter ihren Möglichkeiten bleib Christina Halla, die wie Leonie 1,24 Meter übersprang und nach dem Bewerb sichtlich geknickt war. Nicola Krause durfte sich mit 1,20 Metern auch über eine persönliche Bestleistung im Hochsprung freuen.
Die zweite Disziplin war für unsere Mädchen dann der Hürdenlauf, seit mehreren Saison bereits eine richtige Spezialität. Muriel hat in diesem Jahr bereits einen großen Schritt nach vorne gemacht, in Rif legte sie dann aber noch einmal nach. In 9,09 Sekunden markierte sie die schnellste Mädchenzeit der Meisterschaften und gar die fünftschnellste Zeit, die je von einer niederösterreichischen U14-Athletin gelaufen wurde. Lisa sowie Christina konnten es Muriel gleichtun und kam in 9,44 Sekunden bzw. 9,47 Sekunden zu neuen persönlichen Bestleistungen. Auch die Zeiten von Klara (10,29 Sekunden) und Nicola (10,39 Sekunden), die in diesem Jahr teilweise um fast eine Sekunde schneller als noch vor einem Jahr laufen, sind nicht zu unterschätzen. Leonie muss als U12-Athletin noch ein bisschen in die Hürden hineinwachsen, darf jedoch mit ihren 10,75 Sekunden auch schon durchaus zufrieden sein.
Das nächste tolle Ergebnis unserer jungen Damen folgte im Vortexwurf. Dass ULC-Mädchen im Vortexwurf die Plätze drei und vier belegen, hat es bis jetzt auch noch nicht wirklich gegeben. Lisa kam als Dritte in dieser Disziplin auf starke 41,84 Meter. Leonie folgte nur 13 Zentimeter dahinter mit ausgezeichneten 41,71 Meter. Klara und Nicola zeigte mit 32,91 Metern und 32,42 Metern erneut pBs. Mit ihrem Vortexergebnis waren Muriel und Christina nicht wirklich zufrieden. Muriel (36,62 Meter) hatte dieses Jahr bereits über 43 Meter geworfen und Christina (25,17 Meter) war auch schon näher an der 30-Meter-Marke dran. Aber ein mäßiger Bewerb bedeutet noch nicht das aus im Mehrkampf.
Bevor es zum abschließenden Crosslauf ging, standen noch die 60 Meter auf dem Programm. Muriel sprintete ausgezeichnete 8,33 Sekunden und war nur etwas überrascht, dass die Amstettenerin Livia Wurzer mit 8,28 Sekunden noch einen Tick schneller war. Lisa lieferte wieder im Bereich ihrer persönlichen Bestleistung ab und kam auf 8,59 Sekunden. Christina blieb nur ein wenig langsamer und sprintete 8,67 Sekunden. Nicola überraschte auch in ihrem vierten Bewerb mit einer tollen Leistung (9,25 Sekunden). Leonie kam auf 9,64 Sekunden und Klara auf 9,79 Sekunden.
Vor dem abschließenden Crosslauf lagen mit Muriel und Lisa auf den Plätzen zwei und drei gleich zwei Mödlingerinnen in den Medaillenrängen. Das Mädchenteam lag nach vier Disziplinen mit etwas mehr als 200 Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz. In der Vergangenheit haben die ULCler schon oft gezeigt, dass das finale Ergebnis erst nach Ende des Crosslaufes feststeht. Deswegen galt vor allem der Teamwertung noch vollste Aufmerksamkeit. In der Einzelwertung hätte es schon eines wahren Husarenritts bedurft - 1:05 Minuten galt es aufzuholen, um noch gewinnen zu können. Lisa zeigte auf einer schweren, durch einen Gewitterschauer erschwerten Strecke, mit der drittschnellsten Zeit aller Mädchen ihr Lauftalent und lieferte die wahrscheinlich ausgeglichenste Leistung aller Mädchen ab. Muriel und Christina, die vor einem Jahr als sie in der U14 angefangen haben, noch behaupten keine Strecken länger als 400 Meter gut laufen zu können, liefen im Crosslauf auf die Plätze zwölf und 13. Lediglich Leonie, Nicola und Klara hatten mit dem Crosslauf ihre Schwierigkeiten.

Nach dem Crosslauf waren natürlich wieder alle auf das Endergebnis gespannt. Konnte man sich den ersten Plätzen noch einmal gefährlich annähern? In der Einzelwertung war der Rückstand, wie schon zuvor angedeutet, einfach zu groß. Lisa konnte den Rückstand noch um fast 200 Punkte verkürzen und damit auf den zweiten Platz vorstürmen. Mit 3.504 Punkten schaffte sie jedoch eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr und damit auch ihre erste Einzelmedaille bei österreichischen Meisterschaften. Im Kampf um Bronze hatte Muriel am Ende leider das Nachsehen. Trotz ihrer kämpferischen Leistung im Crosslauf fehlten am Ende mickrige 53 Punkte auf ihre erste Einzelmedaille. Mit 3.362 Punkte landete sie am Ende auf Platz sechs. Wie knapp es zuging zeigt das Endergebnis: Platz 3 mit 3.415 Punkten, Platz 4 mit 3.373 Punkten und Platz 5 mit 3.366 Punkten. Muriel verbesserte sich im Vergleich zu ihrem besten Mehrkampf letzten Oktober um mehr als 300 Punkte. Und das obwohl die Crossstrecke damals sicherlich zu kurz war. Obwohl Christina sicherlich schon bessere Tage erwischt hat, kämpfte sie sich für die Mannschaft durch den Crosslauf. Mit 2.902 Punkten hat sie für die Landesmeisterschaften noch deutliche Reserven, erzielte trotz der Umstände eine neue persönliche Bestleistung. Debütantin Leonie kam in der Endabrechnung auf Platz 38 und lernte sicherlich sehr viel für die kommenden Aufgaben, Nicola kam auf Platz 42 und pulverisierte ihre Mehrkampf-pB um mehr als 200 Punkten. Klara lieferte einen tollen Mehrkampf ab und musste nur aufgrund des Crosslaufes eine bessere Platzierung verstreichen lassen.
So viel zur Einzelwertung: Die Teamwertung stand noch aus. Am Ende standen 9.768 Punkten für die ULClerinnen zu Buche. ATSV OMV Auersthal, die vor dem Crosslauf noch deutlich in Führung lagen, kamen auf 9,748 Punkte. Es war also wieder vollbracht. Die Mädchen schafften bereits zum dritten Mal das Wunder mit dem abschließenden Crosslauf das Klassement noch einmal über den Haufen zu werfen.

U14 männlich:

Anders als bei den Mädchen sind die Burschen in dem Alter noch etwas zerstreut und nicht immer mit 100 Prozent bei der Sache. Auch deswegen waren dieses Mal nur drei Athleten im ULSZ Rif am Start.
Quentin Cserveny präsentierte sich dabei am stärksten von den drei ULC-Jungs. Im Hochsprung blieb der Athlet zwar hinter seinen Möglichkeiten. Er sprang 1,24 Meter, hatte bereits in diesem Jahr schon 1,35 Mehr geschafft. Über 60 Meter verhinderte einen einsetzender Regenschauer schnellere Zeiten. Quentin kam nach 9,59 Sekunden mit der 42. Zeit ins Ziel. Was bei den ersten beiden Disziplinen noch nicht wirklich funktioniert hatte, war im Vortexwurf dann komplett anders. Quentin, der schon öfters angedeutet hatte, dass er gut werfen kann, überraschte in Rif mit dem vierten Disziplinenrang - mit 52,75 Meter gelang im eine massive pB sowie sein erster Wurf über 50 Meter. Im Hürdensprint gelang ihm mit 10,60 Sekunden eine solide Leistung im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Auch die beiden anderen ULC-Starter Paul Henhappel und Mario Muster gehören noch dem jüngeren 2006er-Jahrgang an, was bedeutet, dass die Jungs auch im nächsten Jahr alle noch einmal starten dürfen. In ihrer ersten Disziplin übersprangen sowohl Paul als auch Mario 1,12 Meter, danach war leider aber schon Endstation. Über 60 Meter lieferte Paul mit 9,52 Sekunden die schnellste Mödliner-Burschenzeit ab, Mario war nach seinen 10,06 Sekunden nicht ganz zufrieden. Wie auch schon bei Quentin wurden die beiden jedoch vom einsetzenden Regen überrascht, der bessere Zeiten sicherlich verhinderte. Beide Jungs lagen auch im Vortexwurf dicht beieinander. Mario warf mit 37,67 Meter neue persönliche Bestleistung. Paul folgte nur einen Platz dahinter mit einer ebenfalls persönlichen Bestleistung von 37,28 Meter. Im Hürdensprint kam Paul als 42. auf 10,76 Sekunden. Mario blieb etwas dahinter und kam auf 11,39 Sekunden.
Im abschließenden Crosslauf kamen Quentin als beste Mödlinger ins Ziel. Paul und Mario folgten nochmal ein Stückchen dahinter. Nach fünf Disziplinen standen für die Burschen folgende Ergebnisse zu Buche: Quentin kam als Bester auf Platz 23 mit 2.286 Punkten. Nicht ganz optimale Leistungen im Hochsprung und 60 Meter Sprint machten hier sicherlich ein besseres Ergebnis zunichte. Gleichzeitig kann man aber auch auf eine Steigerung spätestens bei den Landesmeisterschaften hoffen. Paul kam mit 1.888 Punkten auf Platz 44. Mario folgte mit 1.546 Punkte auf Platz 48. Auch Paul und Mario werden ihren Weg hoffentlich weitergehen und dann beim nächsten Mehrkampf noch bessere Leistungen zeigen können. In der Teamwertung kamen die drei Burschen bei ihrer ÖM-Premiere auf den neunten Platz.

 

Ergebnis ÖM Mehrkampf U14 2018, Rif/Hallein, 2018

Bericht (ÖLV) ÖM Mehrkampf U14 2018, Rif/Hallein, 2018

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