28.02.2026 | Wien | Die nationale Hallen-Leichtathletiksaison fand in den Staatsmeisterschaften der Allgemeinen Klasse und den österreichischen Meisterschaften der U18 ihren Höhepunkt. Das ULC-Team musste in diesem Jahr zwar auf einige (Gold-)Medaillengewinner der letzten Jahre verzichten, verpasste es aber dennoch nicht mit 16 Mal Edelmetall, davon neun in Gold zu überzeugen.

Jasmin Ungersböck krönt sich zur Königin von Wien

Hervorheben muss man an diesem Wochenende Jasmin Ungersböck. Die U18-Athletin produzierte im Laufe der Hallensaison bereits Bestleistungen am laufenden Band. In Wien setzte sie sich mit gleich 4 x Gold die Krone auf. Zuerst triumphierte die von Christoph Pöstinger trainierte Athletin mit neuem ULC-Vereinsrekord und neuer persönlicher Bestleistung über 60 Meter (7,68 Sekunden). Wenig später doppelte sie über die 200 Meter-Hallenrunde nach. Mit 24,89 Sekunden steigerte sie ihre persönliche Bestleistung um nicht weniger als 41 Hundertstelsekunden.
Am zweiten Tag folgte der dritte Strich von Ungersböck über die 400 Meter. Mit 58,55 Sekunden gelang ihr keine weitere persönliche Bestleistung. Bei Gold Nummer drei fragt jedoch niemand danach. Den Schlusspunkt setzte Ungersböck zusammen mit ihren Vereinskollegen Lucas Gschier, Karem Ahmed und Liliane Lubelan in der 4 × 200 Meter Mixed Staffel. In dieser verbesserte das Quartett den bestehenden österreichischen U18-Rekord um nicht weniger als 1,3 Sekunden auf 1:36,26 Minuten.
Auch die zweite von insgesamt vier Staffeln schaffte es auf das Podium. Das Quartett Rafael Ramler, Johanna Thyri, Raphael Ralbovksy und Theresa Holzer lief ebenfalls starke 1:40,65 Minuten für Bronze.

Lucas Gschier und Karem Ahmed gewinnen ebenfalls Doppelgold

Karem Ahmed ging als Gejagter in den 60 Meter Hürden Bewerb. Bereits im Vorlauf sprintete er die Kurzhürdenstrecke mit 8,02 Sekunden in der schnellsten Zeit – dicht gefolgt von Vereinskollege Lucas Gschier.
Im Finale gelang Ahmed ein absoluter Traumlauf, in welchem er seine persönliche Bestleistung von 8,00 Sekunden auf 7,91 Sekunden verbesserte. Damit gewann der Schüler der Liese Prokop Privatschule nicht nur Gold, sondern egalisierte mit seiner ersten 7er-Zeit auf den niederösterreichischen U18-Rekord. Gschier wurde in persönlicher Bestleistung (8,00 Sekunden) starker Zweiter.
Für Gschier sollte die Medaillenjagd aber noch nicht vorbei sein. Er holte sich noch eine Gold- und zwei weitere Silbermedaillen. Den österreichischen Meistertitel gewann er im U18-Weitsprung, wo er mit 6,78 Meter eine neue Saisonbestleistung aufstellte.
Im Hochsprung übersprang er 1,83 Meter und wurde Zweiter. Im 60 Meter-Sprint musste er sich erneut mit Silber „zufriedengeben“. Gschier sprintete die 60 Meter jedoch in neuer persönlicher Bestleistung von 6,94 Sekunden und musste sich nur dem österreichischen Rekordhalter in dieser Altersklasse geschlagen geben.
Sowohl Ahmed als auch Gschier gelang ihr zweites Gold mit der bereits zuvor erwähnten Rekordstaffel über 4 × 200 Meter.

Allgemeine Klasse-Athleten gewinnen drei Staatsmeistertitel

Der am meisten umjubelte Staatsmeistertitel gelang Langsprinterin Anja Dlauhy. In dieser Hallensaison gelang ihr bereits mehrfach die Steigerung ihrer persönlichen Bestleistung. Eine solche hatte man auch erwartet, kam es über 400 Meter doch zum Showdown der aktuell schnellsten 400 Meter Hürden-Läuferinnen Österreichs. Nach einer flotten ersten Runde schaffte Dlauhy noch den „Sprung“ an Position eins bevor es in die zweite Runde ging. Nach einem harten Fight in der Zielkurve und auf der Zielgerade setzte sie sich mit starken 54,29 Sekunden durch. Ihren ersten Hallenstaatsmeistertitel feierte Dlauhy mit einem ULC-Vereinsrekord, einer persönlichen Bestleistung und nun Platz drei in der ewigen NÖLV-Bestenliste.
Über 200 Meter am Vortag war Dlauhy bereits mit Bronze und ebenfalls persönlicher Bestleistung von 24,78 Sekunden erfolgreich. In diesem 200 Meter wurde Trainingskollegin Muriel Wohlrab mit neuer Saisonbestleistung von 24,55 Sekunden Zweite.
Die beiden Athletinnen schafften zusammen mit Selina Müller und Nadine Wirobisch auch einen zweiten ULC-Staatsmeistertitel. In der 4 × 200 Meter Staffel sorgte das Quartett von Beginn an für klare Verhältnisse. Nach vier Stadionrunden triumphierten die Vier in 1:39,96 Minuten und nicht weniger als 2,09 Sekunden Vorsprung.
Der dritte Staatsmeistertitel geht auf das Konto von Lionel-Afan Strasser. Der ULC-Neuzugang war erstmals bei einer Staatsmeisterschaft für den ULC im Einsatz. Von 1,94 Meter bis inklusive 2,10 Meter gelang Strasser ausschließlich gültige Versuche. Die Höhe von 2,10 Meter sollte auch sein Bestwert an diesem Wochenende bleiben. Damit schob er sich auch direkt auf Platz zwei in der ewigen ULC-Bestenliste.
Die letzte Medaille der Allgemeinen Klasse eroberte Tabea Schmid über 800 Meter. In einem flotten Rennen heftete sie sich von Beginn an die Fersen der Favoritin. Erst auf die Schlussrunde musste Schmid etwas federn lassen. Mit 2:11,10 Minuten verbesserte sie als eine der jüngsten Athletinnen des Feldes ihre persönliche Bestleistung um fast eine Sekunde für Staatsmeisterschaftssilber.

Bericht von Raphael Asamer
Fotos: Copyright ÖLV/@amri.sports 
Ergebnisse der ÖMU18 & ÖSTM AK Halle in Wien



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