ULC Riverside Mödling, Mara Müller, Nicola Schönauer

18.-19.02.2023 | Linz | Zusammen mit den Erwachsenen duellierten sich auch die U18-Athletinnen und -Athleten um ihre nationalen Titel. Aus vielen erfreulichen Ergebnissen unseres Nachwuchses, stach eine Athletin sowie eine Staffel besonders hervor – Tabea Schmid holte sich das Double über 1.500 Meter und 3.000 Meter. Und die 4× 200 Meter Mixed Staffel zauberte allen ein Lächeln auf die Lippen. Mit Christina Halla fehlte gerade beim Saisonhöhepunkt eine weitere Medaillenkandidatin. Die Details umseitig:

Tag 1 – 1× Gold

Tabea holte am ersten Tag die Kohlen aus dem Feuer. Nach ihrem Urlaub, der die Vorbereitung auf die Meisterschaften etwas behinderte, war die Aufgabenstellung eher defensiv zu laufen. Über 3.000 Meter bzw. 15 Runden à 200 Meter hat man dazu genug Zeit. Tabea hielt sich gut positioniert auf und attackierte im letzten Renndrittel. Dass sie erst vor 2,5 Wochen ihre pB auf unter 10 Minuten steigern konnte, war ihr anzusehen. Sie setzte sich spielerisch von der Konkurrenz ab und holte sich in 10:23,89 Minuten den Laufsieg. Der fiel mit 13 Sekunden Vorsprung sehr deutlich aus.

Blechpech hatte Nicola Schönauer. Über 200 Meter zeigte sie ein gutes Rennen hatte jedoch ausgangs der Zielkurve und der kurzen Linzer Zielgerade nicht mehr die Körner, um noch an der Konkurrenz vorbeizuziehen. In 26,60 Sekunden wurde sie Vierte. Dahinter lief Nikola Jörgl in 27,03 Sekunden zu einer neuen Saisonbestleistung und zu Platz neun. Hervorzuheben ist hier Mara Müller, die als Zwölfte 27,23 Sekunden benötigte. Mara konnte dabei ihre persönliche Bestleistung steigern. Da freuen wir uns natürlich schon auf die Outdoor-200 Meter. Gerade über 200 Meter war der Ausfall von Christina schmerzhaft, war sie doch mit ihrer SB klarer Titelfavoritin. Mit der Zeit der Vorwoche hätte es auf jeden Fall für Gold gereicht.
Christoph Gruber, als einziger ULCler mit Limit für die 200 Meter der männlichen U18, wurde wegen Bahnübertritts disqualifiziert.

Widmen wir uns nun den technischen Bewerben. Im Kugelstoß sorgte Leonie Zoe Haller mit Platz fünf für eine sehr gute Platzierung. Bereits im ersten ihrer sechs Versuche konnte die Schülerin des ÖLSZ Südstadt ihre pB um genau einen Zentimeter verbessern. Danach für die Motivation zu groß, die Technik zu unsauber für weitere Verbesserungen.
Nachgelegt hat Leonie auch im Hochsprung. Dort wollte es in den letzten Wochen nicht so wirklich klappen. In Linz nahm sie alle ihre Höhen im ersten Versuch. Angefangen bei 1,40 Meter, gefolgt von 1,45 Meter und zu guter Letzt 1,50 Meter. Dann war aber Schluss. Aufgrund der weißen Weste bei den übersprungenen Höhen durfte Leonie als Sechste wieder zur Siegerehrung. "Küken" Theresa Holzer (mit Jahrgang 2009 gerade im ersten U16-Jahr) zeigte diese Saison ihr Potential im Hochsprung. 1,61 Meter übersprang sie bereits. Die Vorbereitung auf die ÖM verlief durchwachsen. Zuerst eine Woche krankheitsbedingt raus, dann eine Woche Skiurlaub. Mit 1,50 Meter und der gleichen Anzahl an Fehlversuchen wurde auch Theresa starke Sechste.
Ebenfalls Sechster im Hochsprung wurde Raphael Pöstinger. Trotz Überlegungen die Meisterschaften auszulassen, um die Überlastungsschmerzen im Sprungbein auszukurieren, wollte Raphael unbedingt starten. Jedoch musste er umstellen und mit dem "falschen" Bein von der anderen Seite anlaufen. In der Endabrechnung kam er auf 1,60 Meter. Wir hoffen, dass die Schmerzen bald weg sind, und das Raphael mit seinem richtigen Sprungbein wieder sein volles Potential abrufen kann.

Über 60 Meter schaffte von fünf ULClern einer die Finalqualifikation. Christoph lief im Vorlauf der U18 7,43 Sekunden und qualifizierte sich als Achter für das Finale der besten Acht. In diesem konnte er sich steigern. Er lief 7,40 Sekunden und wurde als einziger U16-Athlet im Finale guter Siebter. Nikola verpasste den Einzug ins Finale der besten acht Athletinnen denkbar knapp. Die Siebte sprintete 8,19 Sekunden, danach folgten drei Athletinnen – Nikola als eine davon – mit 8,21 Sekunden. In solchen Fällen entscheiden die Tausendstelsekunden. Die sprachen leider nicht für Nikola. Sieben Tausendstel fehlten am Ende. Eine neue persönliche Bestleistung war aber ein guter Trost.
Bei den Jungs waren mit Nicolas Pöstinger (7,62 Sekunden), Quentin Cserveny (7,73 Sekunden) und Lucas Gschier (7,78 Sekunden) noch drei weitere ULCler mit von der Partie. Alle schnupperten erstmals in der U18 über 60 Meter Meisterschaftsluft.

Tag 2 – 1× Gold und 1× Silber

Am zweiten Tag wurde das ULC-Team extrem effizient. Wir können nur von vier Bewerben mit ULC-Beteiligung berichten. Dabei gab es aber zwei Medaillen zu bejubeln – eine in Gold, eine in Silber. Für Gold zeichnete sich am zweiten Tag wieder Tabea verantwortlich. Die Strecke war nur halb so lang. Die Aufgabe aber die gleiche. Defensiv laufen, aus Rempeleien raushalten und am Ende eiskalt und trocken zu Gold sprinten. Tabea setzte sich in soliden 4:54,54 Minuten gegen die Konkurrenz durch und deutete schon einmal ihre Leistungsvermögen für den Sommer an.

Der Jubel über Silber war groß. Den U18-Mixed-Bewerb der 4× 200 Meter Staffel gibt es noch nicht lange. Trotzdem hat er sich aufgrund der verschiedenen Taktikmöglichkeiten als immer spannender Bewerb herauskristallisiert. Im Kampf um die Medaillen konnte auch das ULC-Team eingreifen. Trotz Christinas Ausfall zeigte sich das ULC-Quartett bestehend aus Christoph, Nicolas, Mara und Nicola sehr geschlossen. Die beiden Jungs sorgten auf den Positionen eins und zwei laufend für eine gute Grundlage.Mara übernahm den Staffelstab als Dritte, schob sich auf ihrer Stadionrunde auf Platz zwei. Nicola versuchte auf der Schlussrunde noch einmal alles um die Lücke zu Platz eins zu schließen. Am Ende fehlte knapp eine halbe Sekunden, mit 1:40,48 Minuten und der Silbermedaille gab es aber viele Gründe zur Freude.

Nicolas Blechpech setzte sich auch am Sonntag fort. Über die doppelte Distanz, diesmal die 400 Meter, wurde sie erneut Vierte. Um die Leistung jedoch nicht abzuwerten, wollen wir sie etwas einordnen. Mit 60,34 Sekunden schob sie sich direkt auf Platz neun der ewigen ULC-U18-Bestenliste und das in ihrem ersten 400er überhaupt. Nach ihrer 200 Meter-pB wusste Mara auch über 400 Meter zu überzeugen. In 61,43 Sekunden belegte Mara den guten achten Platz. Wie für Mara und Nicola war es auch für Carolina Calvo Villalain das Debüt über die 400 Meter. Carolina wurde nach 65,76 Sekunden gute Elfte.

Beschließen wir den Bericht mit den Hürdensprints der männlichen U18. Raphael, der natürlich auch im Sprint durch seine Fußschmerzen gehandicapt ist, sprintete in seinem zweiten Bewerb an diesem Wochenende in 9,16 Sekunden zu einer tollen neuen Bestleistung. Er steigerte sich dabei um fast zwei Zehntelsekunden. Vereinskollege Quentin kam hinter Raphael in 9,33 Sekunden auf den zehnten Platz.

Bericht von Raphael Asamer
Fotos von ÖLV/Robert Katzenbeißer

Bericht (ÖLV, Tag 1) ÖM Halle U18 2023, Linz, 2023
Bericht (ÖLV, Tag 2) ÖM Halle U18 2023, Linz, 2023
Bericht (NÖLV) ÖM Halle U18 2023, Linz, 2023
Fotos (Copyright: ÖLV/Robert Katzenbeißer) ÖM Halle U18 2023, Linz, 2023
Ergebnis ÖM Halle U18 2023, Linz, 2023 

Back To Top