Analyse 2017 & Ausblick 2018: Gruppe U14

ULC Riverside Mödling, U14

(12.10.2017) Um die Analysen der ersten Woche zu vervollständigen, folgt mit diesem Bericht auch noch die Analyse der U14-Gruppe, die in diesem Jahr zum wiederholten Male das Vorjahresergebnis übertreffen konnte. Grund dafür war vor allem der extrem starke 2004er-Jahrgang, die schon in vergangenen Saison mit den 2003ern für richtig Furore sorgten. Diese Analyse wird ähnlich aufgebaut sein, wie jene der U10-/U12-Gruppe, da mit dem NÖLV Futurecup auch hier eine Cupwertung besonders im Fokus steht.

Crosssaison: Mädchenteam ist im Crosslauf auf nationaler Ebene nicht zu schlagen

Während es bei den niederösterreichischen Meisterschaften – wie im Vorjahr – lediglich für Silber reichte, erhöhten die Mädchen bei den wahrscheinlich schwersten österreichischen Crossmeisterschaften der letzten Jahre die Drehzahl. Maxima Krause wurde als beste Sechste und führte Lisa Lenhart und Anja Hofmann als Siebte bzw. Achte ins Ziel. Am Ende war der Dreikampf um die Mannschaftsgoldene wahrscheinlich so knapp wie noch nie. Exakt gleich wie im Vorjahr hatten unsere Ladies auch heuer wieder um einen Punkt die Nase vorne. Diesmal setzte man sich knapp gegen den TS Innsbruck durch.

Die Jungs befanden sich zur Crosssaison noch in der Selbstfindungsphase. Bei den niederösterreichischen Meisterschaften waren fast durchwegs Athleten des jüngeren 2005er-Jahrgangs am Start, die sich zusammen über eine Bronzemedaille in der Mannschaft freuen konnten. Namentlich waren das Daniel Seidl, Benedikt Wamprechtshammer und Luca Korosec. Die österreichischen Meisterschaften wären in diesem Jahr noch etwas zu viel gewesen.

 

ÖM Mehrkampf U14: ULC staubt drei Medaillen ab

Jedes Jahr steigert sich die Anspannung bis zu den österreichischen Meisterschaften bis zum Maximum. Auch in der Saison 2017 war dies nicht anders. Noch vor dem Beginn der Meisterschaften gab es eine kleine Wette: nach Gold 2015 und Silber 2016, wollten die Mädchen 2017 wieder Gold in der Mannschaftswertung mit nach Mödling nehmen. Sollte dies erreicht werden, musste Trainer Raphael Asamer versprechen mit den Kids direkt nach den Meisterschaften in den Prater zu gehen.

Als ob dies wundersame Kräfte aktiviert hätte, übertrafen sich die U14-Athletinnen und –Athleten an einem heißen Wettkampftag selbst. Wie oftmals während dieser Saison gab Maxima nicht nur aus Vereinssicht, sondern allgemein die Schlagzahl vor. Mit einer österreichischen U14-Bestleistung über 60 Meter Hürden und der drittschnellsten 60 Meter Zeit aller Zeiten, sowie einer Bestleistung im Vortexwurf baute sie sich einen komfortablen Vorsprung auf, den sie im abschließenden Crosslauf souverän verwaltete. Lisa, die auch bei den Crossmeisterschaften zweitbeste Mödlingerin war, überholte mit einem genialen Lauf am Ende des Mehrkampfs ihre Trainingskollegin Leonie Bisanz und schnappte sich somit einen Top 6-Platz. Leonie landete direkt dahinter auf Rang sieben und komplettierte ein unglaubliches Ergebnis aus Mödlinger Sicht. In der Teamwertung bedeutete diese mannschaftliche Geschlossenheit den überlegenen Titelgewinn mit mehr als 1.200 Punkten Vorsprung. Da löste der Trainer seine Wettschulden nur zu gerne ein. Dass auch das zweite Mädchenteam mit Platz fünf als eine der Top 6-Mannschaften zur Siegerehrung aufgerufen wird, ist nicht nur das ULC-Team beeindruckend, sondern erntet auch durch die anderen Vereine Respektapplaus.

Diesmal waren die Burschen – aus mannschaftlicher Sicht – den Mädchen dicht auf den Fersen. Chinomnso Nnamdi konnte sich vor allem in den Sprintbewerben steigern und erzielte die zweitschnellste Hürdenzeit des Starterfeldes. Mit drei weiteren starken Leistungen lag er vor dem abschließenden Crosslauf auf Rang fünf. Mit einer kämpferischen Leistung, bei der er bis zum letzten Meter alles aus sich herausholte, brachte er dann dieses Ergebnis auch in trockene Tücher. Aryan Modaress konnte bei seiner ÖM-Premiere mit drei persönlichen Bestleistungen auf sich aufmerksam machen. Lediglich beim Crosslauf über 1.200 Meter fehlten dem Badener einige Körner. Knapp dahinter konnte sich mit Maxim Gerhartl ein weiterer Mödlinger platzieren. Bestleistungen über 60 Meter Hürden sowie über 60 Meter zeugten von Maxims guter Form. Lediglich beim Vortexwurf und Hochsprung wurde er durch wachstumsbedingte Knieprobleme etwas ausgebremst. Maxim war aus Mödlinger Sicht auch die große Überraschung beim Crosslauf, wo er sich mit einer Leistung, die ihm nicht einmal seine Trainer zugetraut hätten, noch ins 1er-Team gelaufen hat. Zusammen eroberten die drei Burschen auch eine sehr erfreuliche Silbermedaille in der Mannschaftswertung. Nur den Kollegen aus Schwechat musste man hier den Vortritt lassen.

Neben den drei besten Mädchen und Burschen konnte sich an diesem Wettkampftag jede andere ULC-Athletin und jeder andere ULC-Athlet über zumindest eine, wenn nicht sogar mehrere persönliche Bestleistungen freuen. Dass die Kids diese Höchstleistungen immer bei den ÖM abrufen, zeugt auch von dem kontinuierlichen Trainingsaufbau durch das dreiköpfige Trainerteam, das aus Raphael, Nathalie Melounek und Katharina Hofbauer bestand.

 

NÖLV Futurecup 2017: Alle Jahre wieder dominiert der ULC Riverside Mödling

Die österreichischen Meisterschaften im Crosslauf und im Speziellen jene im Fünfkampf haben die höchste Wertigkeit für die U14-Gruppe des ULCs. Wo sich unsere jungen Leichtathletinnen und Leichtathleten ihre Form holen, das ist seit Jahren der NÖLV Futurecup (ehemals NÖLV U14-Cup). Nachdem alle namhaften niederösterreichischen Leichtathletikvereine teilnehmen, ist die Gesamtwertung meistens nicht nur hart umkämpft, sondern auch ein Richtungsweiser und Gradmesser, ob die Vereine für die Zukunft gut aufgestellt sind. 2010 war das letzte Jahr, in dem sich der ULC in dieser Wertung nicht durchsetzen konnte. Seit 2011 ist man Jahr für Jahr ungeschlagen.

Warum ist dieser Cup aber ein wichtiger Gradmesser für die Zukunft? Zumindest aus ULC-Sicht kann man sagen, dass seit 2011 (damals war der Jahrgang 1999 der jüngere U14-Jahrgang) immer wieder die derzeitigen Medaillensammler des Vereins einen wesentlichen Anteil am Sieg des Cups haben. Ein paar Beispiele: 2011 sorgten unter anderem Leonie Springer, Hermann Beckert, Richard Weiss und Levin Gottl für den Sieg; 2014 waren es Athletinnen und Athleten wie etwa Amelie Brunner, Leonie Tasch, Charlotte Felmayer, Tobias Lugstein, Simon Beckert, und Marcel Tobler; 2016 punkteten Athleten wie Nono, Maxim, Tamino Schmid sowie Pauline Leger, Theresa Grossmann, Maxima und Leonie. Es sind also keine Einzelfälle, sondern eher die Regel, dass alle ULCler, die in den Klassen U16 aufwärts für Furore sagen, auch einen wesentlichen Beitrag an den Erfolgen im Futurecup/U14-Cup hatten.

Bevor wir jetzt die Athletinnen und Athleten, die einen Anteil am abermaligen Gewinn des Futurecups hatten, erwähnen, wollen wir, dass ihr euch das Gesamtergebnis auf der Zunge zergehen lasst:

  1. ULC Riverside Mödling 144.087 Punkte
  2. ATSV OMV Auersthal 104.458 Punkte
  3. LC Waldviertel 68.728 Punkte

Bei den Mädchen gestaltete sich das Ergebnis wie folgt:

  1. ULC Riverside Mödling 91.457 Punkte
  2. ATSV OMV Auersthal 72.967 Punkte
  3. UVB Purgstall 52.046 Punkte

Und das Jahresergebnis der Burschen:

  1. ULC Riverside Mödling 52.630 Punkte
  2. SVS-Leichtathletik 33.805 Punkte
  3. UNION St. Pölten 31.965 Punkte

Wie auch im NÖLV Robinsoncup benötigt eine Athletin bzw. ein Athlet mindestens drei Starts, um in der Gesamtwertung berücksichtigt zu werden. Bei den Mädchen konnte man in der U14-Wertung durch Maxima (8.255 Punkte) und Leonie (8.214 Punkte) einen Doppelsieg feiern. Dahinter schafften Anja als Siebte (7.227 Punkte) und Livia Varga als Achte (7.052 Punkte) auch noch den sicheren Sprung unter die Top 10. Nur knapp hinter den ersten zehn Plätzen folgten die beiden 2005er-Jahrgänge Muriel Wohlrab als Elfte (6.955 Punkte) und Lisa als Zwölfte (6.942 Punkte). Letztere wurde im Herbst durch eine Verletzung und eine Erkältung ziemlich aus der Bahn geworfen. Beide Mädchen werden aber im kommenden Jahr dafür sorgen, dass der ULC wieder ordentlich abräumen wird. Weitere Mädchen, die es in die Endwertung geschafft haben, sind Sophie Honetz (Platz 20, 6.217 Punkte), Klara Lanzinger (Platz 26, 5.665 Punkte), Sabrina Tobler (Platz 31, 5.444 Punkte), Nadine Fischer (Platz 36, 5.087 Punkte) und Nicola Krause (Platz 38, 4.987 Punkte).

In der U12-Wertung landete mit Christina Halla die bestplatzierte Mödlingerin auf dem zweiten Platz (6.140 Punkte). Christina konnte in diesem Jahr bereits im Training U14-Luft schnuppern und wird sich im kommenden Jahr sicher deutlich steigern. Platz drei holte sich mit Leonie Haller (5.740 Punkte) eine weitere Mödlingerin. Zusätzlich zu den beiden Mädchen, die ihre Saison auf dem Podium beendeten, steuerten Emilia Varga (Platz 7, 4.834 Punkte) und Isabel Fabian (Platz 22, 2.698 Punkte) weitere Punkte bei.

Bei den Burschen entschied sich die Gesamtwertung erst am Ende des Finalbewerbes in Schwechat. Nono hatte das bessere Ende auf seiner Seite und schaffte vor allem mit einem furiosen Finish im Herbst noch den Sieg (7.444 Punkte). Bei Maxim zeigte die Formkurve seit Juni auch stetig nach oben, am Ende schaffte er den sechsten Platz (6.167 Punkte). Benedikt (Platz 15, 5.054 Punkte) zeigte teilweise sehr starke Leistung, teilweise ist er aber auch während eines Wettkampf noch zu instabil. Während des Winter wird dem besten 2005er-Jahrgang der Burschen sicherlich eine weitere Steigerung gelingen. Leon Vedra (Platz 17, 4.504 Punkte), Luca (Platz 21, 4.216 Punkte), Daniel (Platz 24, 4.188 Punkte), Aryan (Platz 25, 3.982 Punkte), Benjamin Brunner (Platz 32, 3.228 Punkte) sowie Georg Luschin (Platz 33, 2.908 Punkte) hatten einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Jungs.

In der U12-Wertung schafften es die vier Burschen Quentin Cserveny (Platz 5, 4.197 Punkte), Mario Muster (Platz 8, 3.451 Punkte) sowie Jakob Huber (Platz 17, 1.925 Punkte) und Marvin Vedra (Platz 19, 1.366 Punkte) in die Gesamtwertung.

 

Gesamtwertung (nach 15 Stationen) NÖLV Futurecup, 2017

 

Nachfolgend findet ihr die einzelnen Ergebnisse der verschiedenen Stationen des NÖLV Futurecups, an denen Athletinnen und/oder Athleten des ULC Riverside Mödling teilnahmen:

Badener Frühjahrsmeeting, Baden bei Wien, 17.04.2017 (Station 1): Ergebnislink

Erich Racher Gedächtnismeeting, St. Pölten, 22.04.2017 (Station 2): Ergebnislink

UNION Landesmeisterschaften, St. Pölten, 29.04.2017 (Station 4): Ergebnislink

UPO-LA Frühjahrsmeeting, Pottenstein, 13.05.2017 (Station 6): Ergebnislink

ASKÖ Bezirkmeisterschaften 2017, Ternitz, 25.05.2017 (Station 7): Ergebnislink

4. Erich Straganz sen. Memorial, Schwechat, 04.06.2017 (Station 8): Ergebnislink

LCA Umdasch Meeting, Amstetten, 11.06.2017 (Station 9): Ergebnislink

Erlauf Meeting, Purgstall, 24.06.2017 (Station 10): Ergebnislink

Sommermeeting, Wien-Stadlau, 02.07.2017 (Station 12): Ergebnislink

Erdölpokalmeeting, Wien-Stadlau, 03.09.2017 (Station 13): Ergebnislink

UPO-LA Herbstmeeting, Pottenstein, 16.09.2017 (Station 14): Ergebnislink

NÖM Mehrkampf U14, Schwechat, 01.10.2017 (Finale, Station 15): Ergebnislink

 

Gesamteinschätzung des „strengsten“ Trainerteams des ULC Riverside Mödling

„Auch wenn man heuer mehr als je zuvor gewonnen hat, wäre bei allen Athletinnen und Athleten noch viel mehr möglich gewesen. Der Gruppenzusammenhalt und auch der Trainingseifer waren in den Vorjahren schon einmal besser.“, so Raphael.

Spaß beiseite! Mit sechs Medaillen bei österreichischen Meisterschaften, davon zwei bereits in der U16-Klasse, konnte man die Ergebnisse der Vorjahre noch einmal deutlich übertreffen. Bei Landesmeisterschaften liest sich die Ausbeute noch beeindruckender: 31 Medaillen (12 x Gold, 11 x Silber, 8 x Bronze) sowie 25 weitere Top 6-Platzierungen sind ebenfalls mehr als je zuvor. Dazu schaffte Maxima als erste weibliche U14-Athletin des ULC eine Einzelsieg bei einer österreichischen U14-Meisterschaft. Bei einem Blick auf die ÖLV-Cupwertung dürfen wir nach 2015 und 2016 wieder stolz sein, dass stärkste Mädchenteam in Österreich zu haben, bei den Jungs schaffte man auf nationaler Ebene hinter SVS-Leichtathletik und ULC Weinland den starken dritten Platz.

Die ehrliche Einschätzung von Raphael: „Seit 2015 stehen wir Trainer immer wieder zusammen und sind sprachlos aufgrund der Vielzahl an Erfolgen. Jedes Jahr behaupten wir aufs Neue, dass die Erfolge nicht mehr gesteigert werden können. Die Mädchen und Burschen zeigen uns jedes Mal, dass doch noch ein bisschen mehr geht. Kathi, Nathi und ich sowie seit Ende August auch Cici und Markus, stecken viel Zeit, Nerven und Herzblut in die Entwicklung unserer Truppe. Die Erfolge, die wir mit ihnen feiern dürfen, sind der Lohn von guten, harten und lustigen Trainings.“

 

Ausblick 2018: "So viele Erfolge können wir nicht noch einmal feiern!"

Nach dem Hammerjahr 2017 lautet die Devise für 2018 erneut tiefstapeln. Im Trainerteam haben sich einige Änderungen ergeben: Raphael ist seit Anfang September für zumindest zwei Jahre in Deutschland und steht daher nicht als Trainer zur Verfügung; Katharina bekommt Mitte November ihr Kind und wird voraussichtlich ab Mitte Oktober bis ins Frühjahr, vielleicht sogar bis Sommer anderweitig ausgelastet sein. Nathalie hat die organisatorischen Dinge von Raphael übernommen und durch den Ex-Athleten Christian Ielchici sowie eines der ULC-Aushängeschilder, Markus Fuchs, Unterstützung bekommen. Das neue Team wird sich vor allem im Herbst und Winter finden müssen. Wir sind aber überzeugt, dass die Harmonie des neuen Trainerteams ähnlich gut sein wird wie im alten. Und an dieser Stelle wollen wir auch das Erfolgsgeheimnis unseres Trainergespanns verraten: „Unsere U14-Trainerinnen und -Trainer verbindet seit Jahren eine Tatsache. Sie waren oder sind Athletinnen bzw. Athleten des ULC Riverside Mödling. Dass Kathi, Nathi und Raphael, als sie damals (vor 100 Jahren würde die derzeitige U14-Gruppe behaupten) noch der U14-/U16-Klasse angehörten, schon zusammen trainiert haben, ist der Grund, dass die Stimmung zu jedem Zeitpunkt der Saison besser nicht hätte sein könnte. Niemand versteht die Bedürfnisse und Wünsche der Athletinnen und Athleten besser als Trainerinnen und Trainer, die das System des ULCs bereits durchlaufen haben.“
Auf folgende Athleten wird man im nächsten Jahr besonders achten müssen, da sie heuer entweder permanent oder hin und wieder ihr Talent aufblitzen ließen: Muriel, Lisa, Christina, Benedikt und Daniel.

 

Bericht von Raphael Asamer