Frage und Antwort: Maxima Krause

Maxima Krause mit den Teamkolleginnen Lisa Lenhart und Leonie Bisanz

(17.06.2017) Nach ihrem ersten nationalen Einzeltitel haben wir bei Maxima Krause einmal nachgefragt, wie sie ihren Wettkampf so erlebt hat. Die Fragen und die jeweiligen Antworten findet ihr umseitig:

Du hast zu Fornleichnam (15.06.) deinen ersten österreichischen Meistertitel im Einzel gewonnen. Wie würdest du den Wettkampf beschreiben?

Aufgrund der Probleme beim Hochsprung war ich am Anfang sehr nervös. Als ich dann im zweiten Versuch 1,32 Meter übersprungen hatte, war ich sehr zufrieden und freute mich das als Nächstes meine Lieblingsdisziplin (60 Meter Hürden) kam. Als der Hürdenlauf dann auch super funktioniert hat, konnte ich die beiden nächsten Disziplinen sehr locker angehen. Die Nervosität trat beim abschließenden Crosslauf wieder auf, da ich doch gewisse Sorgen hatte, dass der Vorsprung nicht reichen könnte.

Hast du bereits im Vorfeld der Meisterschaften damit gerechnet, dass du gewinnen kannst?

Mit einem Sieg habe ich nie gerechnet. Ich habe den Wettkampf schon begonnen und auf eine Medaille gehofft.

Wie ist es dir von Bewerb zu Bewerb gegangen?

siehe Frage 1

Zum Thema Motivation: Hast du zu irgendeinem Zeitpunkt an dir selbst gezweifelt?

Bis zum Einspringen habe ich am Hochsprung gezweifelt, weil ich die letzten Tage nicht mehr abgesprungen bin. Vor dem 1200er machte ich mir auch Sorgen, dass mein Vorsprung nicht reichen würde.

Der Hochsprung war im Rahmen deiner Möglichkeiten, danach folgten drei Bestleistungen. Mit was für einem Gefühl bist du in den abschließenden Crosslauf gegangen?

Einerseits habe ich mir gedacht, dass ich alle Konkurrentinnen schon mal geschlagen habe, andererseits hatte ich Angst, dass zum Beispiel Sophia (Gruber-Pandion), die mich letzte Woche erst bei einem 800er geschlagen hat, übermächtig sein könnte. Außerdem bin ich vorher alle möglichen taktischen Varianten mit meinem Papa und meinem Trainer durchgegangen.

Es war ein heißer Tag in Wien. Wie hast du dich während und zwischen den Bewerben fit gehalten, damit du danach wieder Topleistungen abrufen konntest?

Alle wollten mich zum Ruhen und Erholen zwingen, doch ich kann mich zwischen den Bewerben nicht entspannen.

In der U14-Gruppe in Mödling seid ihr doch ziemlich viele Mädchen. Wie viel bedeutet dir der Gewinn der Goldmedaille mit deinen Trainingskolleginnen Lisa Lenhart und Leonie Bisanz?

Alles! Das war mir im Vorhinein wichtiger als eine Einzelplatzierung. Ich wollte den Mannschaftssieg unbedingt mit nach Hause nehmen.

Deine Sprintzeiten sind bereits auf sehr hohem Niveau. Woran möchtest du in deinen verbleibenden Monaten in der U14-Klasse noch die größten Sprünge machen?

Ich möchte auf jeden Fall den Hochsprung und den Start bei den Sprints verbessern, damit ich noch in der U14 unter der 8 Sekunden-Schallmauer auf 60 Meter laufen kann oder vielleicht sogar die ewige Bestzeit in der U14 in Österreich holen kann.

Wordrap mit Maxima:

Lieblingsessen ... Nougatknödel

Lieblingsdisziplin ... 60m Hürden, Mehrkampf

Lieblingstraining ... Bahnläufe und Hürden

Dieses Training mag ich am wenigsten ... Dehnen und Grundlagentraining im Winter

Am wichtigsten ist mir ... Sport, Spaß und Freundschaften mit anderen Athleten

Mein Vorbild ist ... Keines, am ehesten Usain Bolt

Wenn ich drei Wünsche hätte, würde ich mir Folgendes wünschen ... möglichst wenige Verletzungen haben, Olympiateilnahme, durch den Sport genug Geld verdienen